Beim Zwergenalarm lernen Viertklässler das Gymnasium in Hartha kennen. Langeweile kommt da nicht auf.

Wie schnell eine Unterrichtsstunde vergeht

Von Frank Korn

Jolina (vorn) aus der Klasse 4 b der Grundschule Leisnig hat ihr Bild „Die Hexe“ genannt. Beim Schnuppertag am Luther-Gymnasium Hartha konnten sich die Kinder auch künstlerisch betätigen.

© André Braun

Hartha. Jolina aus der Klasse 4 b der Leisniger Grundschule hat ihr Bild „Die Hexe“ genannt, obwohl das was sie gemalt hat, auch als Prinzessin durchgehen würde. „Kunst ist neben Mathematik mein Lieblingsfach“, sagte Jolina. Deshalb ist sie auch froh, dass am Martin-Luther-Gymnasium in Hartha auch solche Angebote wie „Lernen, Tanzen, Künstlerisches“ (LTK) gibt.

Beim „Zwergenalarm“ haben Jolina und weitere Schüler aus den Grundschulen Leisnig, Sitten und Geringswalde dieses und andere Angebote kennengelernt. Am heutigen Mittwoch sind Grundschüler aus Waldheim, Hartha, Gersdorf, Grünlichtenberg, Hausdorf und Colditz zu Gast.

Die Stunde bei Manuela Kahle vergeht für Jolina und ihre Mitschüler wie im Flug. Die Kinder sollen ein Stück Backpapier abreißen, es zerknüllen und wieder entfalten. Dann soll es auf ein Blatt geklebt werden und dient als Grundstock für ein Bild, welches die Kinder malen sollen. Jolina erkennt in ihrem Schnipsel einen Hut, wie ihn nur eine Hexe tragen kann. „Man nennt dies assoziatives Zeichnen“, erklärt Manuela Kahle. Sie arbeitet als Kunsttherapeutin und gibt jeden Mittwoch jeweils eine Stunde Unterricht für die drei 5. Klassen des Gymnasiums. Zudem ist sie mittwochnachmittags im offenen Atelier für die Schüler da, die sich künstlerisch betätigen.

Für Manuela Kahle ist es wichtig, dass die Kinder genügend Raum bekommen, um sich zu entwickeln. „Je mehr sie selbst entscheiden können, umso mehr identifizieren sie sich mit ihrer Aufgabe“, so Kahle.

Jolina hat der künstlerische Auftakt des Schnuppertages gut gefallen. Sie hat jetzt einen Notendurchschnitt von 1,5 und freut sich schon darauf, dass sie ab dem nächsten Jahr am Gymnasium lernen wird.

Döbelner Anzeigervom 29.11.2017