„Leben retten kann so einfach sein“

Von Maria Sandig

 

Hartha. Die Aktion „Schüler retten Leben“ wurde vergangene Woche schon zum zweiten Mal durch die Zeisigwaldkliniken Bethanien durchgeführt. Lehrer aus Chemnitz und Umgebung nahmen an der Reanimationsschulung teil. Dabei war unter anderem ein Pädagoge aus Hartha: André Glauch, Sport- und Biologielehrer vom Martin-Luther-Gymnasium in Hartha. Die Aktion entstand durch eine Initiative des Kultusministeriums. Die Lehrer werden dabei für lebensrettende Maßnahmen qualifiziert, um diese dann an ihre Schüler im Unterricht weitergeben zu können.

„Es ist eine super Sache. Ich kann als Multiplikator fungieren und die Kompetenzen, die ich in der Schulung erworben habe, an meine Schüler weitergeben“, sagt Glauch. Viel zu oft sei es der Fall, dass Menschen falsch reagieren und denken: „Hoffentlich hilft jemand anderes“. „Dabei ist es so einfach. Helfen kann jedes Kind“, so Glauch. An Übungsphantomen, welche auch den Schulen zu Verfügung gestellt werden, konnten die Schulungsteilnehmer verschiedene Techniken ausprobieren.

Die Übungspuppen seien perfekt für die Schüler, da sie so die Scheu vor der Berührung verlieren. Hier könnten sie nichts falsch machen: „Kinder haben meist nicht so große Angst wie Erwachsene. Sie machen sich keine Gedanken über rechtliche Hintergründe“.

Nach den Aussagen des Lehrers ist es einfach, Leben zu retten oder zumindest unterstützend zur Seite zu stehen. In Ersthelferlehrgängen in früheren Zeiten seien die wichtigen Informationen kompliziert an ihn herangetragen wurden: „So ist es nicht mehr. Erst die Atmung kontrollieren, Rettungsdienst kontaktieren, gegebenenfalls eine Herz-Druck-Massage und dann heißt es: warten“, sagt der Pädagoge. Sobald die Übungspuppen da sind, möchte der Lehrer die neuen Informationen an die Schüler weitergeben.

Döbelner Allgemeine Zeitung , 14.11.2017