Abitur 2018

Griechische Götter

Es ist geschafft: 70 Harthaer Gymnasiasten feierten gestern letzten Schultag. Mit kreativen Ideen nahmen sie dabei ihre Tutoren aufs Korn und bedankten sich gleichzeitig für die Unterstützung auf dem Weg zum Abi.

Von Th. Sparrer und M. Niemann

Am Harthaer Martin-Luther-Gymnasium wurde gestern ausgiebig gefeiert. Bevor die rund 70 Absolventen der Schule in der nächsten Woche endlich ihre Abschlusszeugnisse in den Händen halten und sich für den Abiball herausputzen, feierten sie schon einmal: „Die Götter verlassen den Olymp“, so das Motto, das die Schüler sich für ihre Abi-Shirts und das lautstarke Programm hatten einfallen lassen. „Wir hatten vieles zur Auswahl“, sagte die 18-jährige Emily Panke. Den Ausschlag habe gegeben, dass dies auch gut zu der Show passte, die Schüler für die Jüngeren und Lehrer einstudiert hatten. „Nach uns kommen nur noch Nullen“ neckte vollmundig ein Spruchbanner am Schulhaus, eine Ansage an die Jahrgänge, die danach kommen: die letzten noch in den Neunziger Jahren Geborenen sind nun flügge.

In ihre „Abikropolis“ zogen Götter und Halbgötter – die Schüler der zwölften Klassen und ihre Tutoren – ein: Gabriele Dietze, Gloria Petzold, Torsten Kittler, Martina August und Werner Hempel schlüpften dafür in die Rollen antiker Götter, die ihre Schüler sich für sie ausgedacht hatten. Zwei Jahre haben sie ihre Schüler im Grundkurs und den Leistungskursen Deutsch und Mathe begleitet. Zeit, um zurückzublicken, die besten Zitate aus dem Unterricht noch einmal herauszuholen, aber auch nach vorn zu sehen. „Wir haben schon viele Abiturienten, die Schule verlassen sehen, aber es ist immer etwas Besonderes“, sagte Werner Hempel, der zuvor auf der Bühne auf seinem Götterthron einen Dreizack schwenkte. Er sei jetzt 61, der Mathe-Leistungskurs, den er zum Abitur geführt hat, war vielleicht sein letzter, sagte er. Neben der ausgelassenen Freude, nach einer intensiven Phase des Lernens, den Kopf endlich wieder frei zu haben, mischten sich auch bei den Schülern kleine, stille Momente unter die laute Feierei. Auch ein buntes Programm zum Abschied geht zu Ende, die schwarzen Absolventenhüte sind wie im Film in die Luft geworfen, die letzten Selfies geschossen. Und was kommt danach? „Ich möchte auf Lehramt studieren“, sagte Anna Maria Leger. Weil der Aufbau der Erde sie fasziniere, möchte sie später Geografie unterrichten. Die 18-jährige Emily Panke zieht es nach dem Mathe-Leistungskurs auch zum Studium. Management soll es bei ihr sein. Gestern zogen die Harthaer noch ein wenig durch die Stadt. eine Feier war für den Abend in Geringswalde geplant.

Döbelner Allgemeine Zeitung 13.06. 2018

Angekommen im Olymp: Die Harthaer Abiturienten feiern auf der „Abikropolis“. Der Harthaer Tutor Torsten Kittler .Foto: Sven Bartsch