Begegnungswoche in Hartha: Neue Gymnasiasten gestalten ihre Schule bunt

Während für alle anderen der Schulalltag zurückkehrt, lernen die frisch gebackenen Gymnasiasten des Martin-Luther-Gymnasiums Hartha in der Begegnungswoche die Schule sowie viele neue Fächer kennen. Zum Abschluss am Freitag steigen Luftballons mit Wünschen für die Schulzeit in den Himmel – mal mehr und mal weniger erfolgreich. Die Gasbehälter bereiten den Erwachsenen einige Probleme, weshalb nicht alle Briefe davonfliegen können.

Für Schüler und Lehrer aber kein Grund, die Köpfe hängen zu lassen. Hinter ihnen liegt eine ereignisreiche Woche mit vielfältigem Programm. Sandra Völs, Fachleiterin des musisch-künstlerischen Bereichs, und Henry Herold, Leiter des Fachbereichs für Naturwissenschaften, haben gemeinsam mit zahlreichen Kollegen die Projekte unter dem Motto „Auf Luthers Spuren“ organisiert.

In kleinen Gruppen studieren die Fünftklässler einen M-L-Groove ein, gestalten ein neues Gewand für Martin Luther und basteln steinzeitlichen Schmuck im Fach Geschichte. Für naturwissenschaftlich Interessierte gibt es einen Reviergang und während der Stadtrallye besuchen die neuen Schüler unter anderem den Bürgermeister und die Bibliothek. Sportskanonen können sich auf dem Trimm-Dich-Pfad, bei verschiedenen Wettbewerben und Staffelspielen auspowern. Den Schulrundgang haben die Sechstklässler selbst organisiert.

Am Freitag gestalten die Kinder die Buchstaben des Gymnasiums MLG mit Kreide auf dem Schulhof. Cailin freut sich auf das Fach Chemie und möchte später vielleicht Architektin werden, erzählt die Neunjährige aufgeregt. Solche und viele andere Träume stehen auf den Briefen der Kinder, die sie mittels Ballon auf die Reise schicken. „Die Luftballons sind biologisch abbaubar“, betont Heike Geißler lachend. Nachhaltigkeit sei der Schule wichtig, meint die Schulleiterin.

Auch das Geschenk des Fördervereins passt zu diesem Konzept. Seit letztem Jahr wird den neuen Schülern eine Trinkflasche aus Edelstahl überreicht, in die sie Wasser aus dem neuen Trinkbrunnen füllen können.

Auch zukünftig soll den Fünftklässlern des Martin-Luther-Gymnasiums eine ganze Woche gewidmet werden, in der sie sich mit ihrer neuen Umgebung vertraut machen und gegenseitig kennenlernen können.

Von Sonja Lauer

Von oben betrachtet: Die neuen Gymnasiasten gestalten ihr Martin-Luther-Gymnasium bunt, mit Kreide auf grauem Schulhofpflaster. Foto: Sven Bartsch

DAZ, 05.09.2020