Der Landkreis hat 194.000 Euro in den Multifunktionsraum investiert. Der bietet jede Menge Komfort und Technik.

Von Sylvia Jentzsch

Werden jetzt alle Räume so cool wie der in der oberen Etage? Diese Frage stellte ein Siebtklässler Schulleiterin Heike Geißler. Die Schüler durften am Donnerstag zum ersten Mal den Multifunktionsraum nutzen, der nun fast fertig ist.
Entstanden ist er durch die Zusammenlegung von zwei Räumen. Mithilfe einer Falttür können auch wieder zwei Klassenzimmer entstehen. Alles wurde so installiert, dass in jedem auch die moderne Technik genutzt werden kann.
„Den Plan, in der oberen Etage einen Multifunktionsraum einzurichten, gibt es schon seit 2016. Die Idee dazu hatte der damalige Schulleiter Lothar Weisheit“, sagte Heike Geißler. Es habe mehrerer Anläufe bedurft, bis die Idee umgesetzt wurde. Das Gymnasium hat keine Aula. Für größere Veranstaltungen wurde bisher entweder die Hartharena oder als Notvariante der erweiterte Musikraum genutzt.
„Jetzt können wir unter normalen Bedingungen Veranstaltungen mit mehr als 100 Personen im Multifunktionsraum anbieten “, so die Schulleiterin. Im Raum wurde auch eine Möglichkeit geschaffen, 200 Stühle zu lagern. In einer sehr edel wirkenden Schrankwand aus Eiche sind die Stühle untergebracht. Damit sich das Holz im Raum wiederfindet, sind die Fensterbretter und auch die Sockelleisten, die noch angebracht werden müssen, ebenfalls aus Eiche. Geplant haben den technisch perfekten und ästhetisch zeitlosen Raum das Architekturbüro Isfort und das Ingenieurbüro für Elektrotechnik (IBE) Döbeln.
„Es war schon eine Herausforderung, diesen großen Multifunktionsraum in einer Plattenbauschule zu integrieren“, sagte Bernard Isfort. Es sei auch darum gegangen, verschiedene Bestuhlungsarten für den Raum zu ermöglichen. Das heißt, dass er sowohl als Unterrichtsraum mit Tischen und Stühlen als auch für Konzerte, für die nur Stühle notwendig sind, genutzt werden kann. „Wir haben hier fast alles bis auf den Rohbau zurückgebaut“, so Isfort. Die Wandflächen erhielten eine Glasfasertapete, es wurden eine Akustikdecke mit integriertem Licht und zwei Lautsprechern für die digitale Beschallungsanlage eingebaut. „Der Raum ist immer hell, die Lampen jedoch nicht zu sehen. Obwohl die Lichtpunkte in Reihe angeordnet sind, ergeben sie einen runden Lichtkegel, der blendfrei und gleichmäßig ist“, erklärte Andreas Weiße, Fachplaner von IBE.
„Ich bin stolz, dass wir nun über diesen Multifunktionsraum mit cooler Technik verfügen. Unsere Lehrer nutzen diese sehr gern“, sagte Heike Geißler. Benötigt werde der große Raum auch für Klausuren. „Die elften und zwölften Klassen müssen einen Nase-Mund-Schutz tragen. Das hat sich bei Klausuren als sehr hinderlich erwiesen. Deshalb sind wir froh, auf den Multifunktionsraum ausweichen zu können. Hier ist es möglich, dass die geforderten Abstände eingehalten werden“, so die Schulleiterin.
Die Kosten für den Umbau und die Technik belaufen sich auf 194.000 Euro. Ein Teil des Geldes stammt aus dem Förderprogramm „Brücken in die Zukunft“, also von Steuermitteln. Den Eigenanteil übernahm der Landkreis Mittelsachsen als Träger der Schule. Die ist jetzt auch in jedem Zimmer mit einen Datenanschluss ausgestattet. Der erste Schritt des Digitalpakts wurde umgesetzt.

In der oberen Etage des Martin-Luther-Gymnasiums wurde aus zwei Unterrichtszimmern ein Multifunktionsraum. Der kann auch für größere Veranstaltungen genutzt werden. Dafür und auch für den Unterricht steht moderne Technik zur Verfügung. Foto: Dietmar Thomas

SZ, 14.11.2020

 


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