FairPlay auf dem Platz und im Klassenzimmer

Beim Soccer-Turnier geht es nicht nur um den Ball im Tor. Auch der richtige Umgang miteinander führt zum Sieg.

Von Maria Fricke

Fairplay. Das steht für Fairness, Anstand, Anerkennung, sagt der Duden. Fairplay ist „ein bestimmtes sportliches Verhalten, das über die bloße Einhaltung von Regeln hinausgeht“, heißt es bei Wikipedia. Den anderen im Spiel, aber auch im alltäglichen Leben unversehrt lassen. Das geht weit über den Sport hinaus, bis in den Alltag hinein. Welche Rolle Fairplay in der Finanzwelt sowie dem Bereich Ernährung spielt, das haben am Mittwoch Schüler des Harthaer Martin-Luther-Gymnasiums erfahren.
Dort gab es mit zwei Workshops den Auftakt zum Soccer-Turnier, das im kommenden Mai an der Schule veranstaltet werden soll, mit prominenter Unterstützung. René Tretschok, ehemaliger Fußballprofi und 1997 mit Borussia Dortmund Gewinner der Champions League, ist Schirmherr des Turniers und wird im kommenden Jahr höchstpersönlich die Schule besuchen. So zumindest ist der Plan.
Im vergangenen Schuljahr musste das Soccer-Turnier, an dem sich Schüler und Interessenten vorwiegend aus Ostdeutschland beteiligen, coronabedingt ausfallen. Umso mehr freut es Daniel Hauschild und sein Team, jetzt wieder aktiv zu werden. Der 32-Jährige aus Erfurt ist mit seinen Kollegen fast täglich an einer anderen Schule zu Gast. Dort werden zunächst verschiedene Workshops angeboten, bevor Fußball gespielt werden kann.
Mit Unterstützung der Kreissparkasse Döbeln hatte Hauschild am Mittwoch mit 26Schülern über das Thema Finanzen gesprochen. „Was sind Zinsen? Wie funktionieren Steuern?“, waren dabei zentrale Fragen. Die 14-jährige Lillie hat sich bewusst für den Kurs angemeldet. „Ich interessiere mich für Finanzen. Die Hintergründe dazu sind leider im Lehrplan nicht vorgesehen“, sagt die Achtklässlerin. Auch später wolle sie einmal beruflich in der Branche Fuß fassen. Der Workshop am Mittwoch habe ihr manches neue Wissen gebracht. Und die Begriffe seien ihr verständlich erklärt worden, so die Jugendliche.
Zum Abschluss sollten die Teilnehmer ihr neues Wissen in einem Spiel umsetzen. Sie waren dazu aufgefordert, untereinander zu verhandeln, um jeder für sich eine Form mit fehlenden Teilen zu vervollständigen. Dabei sei es nicht nur darum gegangen, die Form zu vervollständigen, sondern auch um den fairen Umgang miteinander.
Schüler engagiert für die Umwelt
Julius und Sebastian, beide auch 14 Jahre alt, saßen im Nebenzimmer bei Matthias Jochimsen und Sunniva Doyle. Die beiden waren aus Berlin nach Hartha angereist, um mit den Schülern als Vertreter des Vereins goals connect über die Themen Klimawandel und Ernährung zu sprechen. Julius interessiert sich für den Klimawandel, auf einem einfachen Grund heraus. „Ich habe mich gefragt, weshalb es im Sommer immer wärmer wird“, so der Gymnasiast. Daraufhin habe er recherchiert und sei auf den Klimawandel aufmerksam geworden, erzählt der Schüler. Seitdem setze er sich dafür ein, mehr für die Umwelt zu tun, sagt Julius. Nach dem ersten Teil des Workshops am Mittwoch hoffte er, dass nun auch seine Mitschüler einiges an zusätzlichem Wissen über dieses Thema mitgenommen haben.
Beim großen Turnier, das für den 11.Mai geplant ist, sind die beiden Schüler nicht dabei. Denn an jenem Tag findet der zweite Teil des Workshops statt. In die Soccer-Arenen dürfen dann andere gegeneinander antreten. Bis zu vier Spieler pro Team sind erlaubt, drei sind auf dem Feld aktiv. Teilnehmen dürfen nicht nur die Harthaer. Auch andere Schulen aus dem Umkreis können Teams ins Rennen schicken. Möglich ist das in vier Altersklassen von sechs bis über 18 Jahren. Bei der Bewertung zählen nicht nur die Tore, die ins Netz gehen. Punkte gibt es auch für den fairen Umgang miteinander während der Partie. Die Gewinner des Turniers aus Hartha qualifizieren sich für das Sachsenfinale. Letzte Etappe ist das Bundesfinale. Jenes wird in Prora auf der Insel Rügen ausgetragen.
Projekt bei Schülern beliebt
Die Soccer-Liga ist bereits das dritte Mal zu Gast in Hartha. Bei den Schülern ist das Projekt laut Lehrerin Gabriela Oettrich sehr beliebt. Und auch über das Turnier hinaus widme sich die Schule mit verschiedenen Projekten dem fairen Umgang miteinander. So würden derzeit verschiedene Aktionen zum Umgang mit und in sozialen Medien in den fünften und sechsten Klassen begonnen, führte die Pädagogin aus. „Eigentlich hätten wir im vergangenen Schuljahr auch eine Projektwoche zum Thema Fairness gehabt, aber die ist leider ausgefallen“, so Oettrich.

Matthias Jochimsen und Sunniva Doyle (Mitte) erklären den Schüler des Martin-Luther-Gymnasiums, wie Klimawandel und Ernährung zusammenhängen. Sebastian und Julius (v.l.) verfolgten das Thema interessiert. Foto: D. Thomas

DA, 16.10.2020

 


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