Gymnasiasten lernen soziale Kompetenz

Eine Woche lang arbeiten die Neuntklässler in verschiedenen Projekten. Höhepunkt ist ein Theaterstück in der Kirche.

Von Frank Korn

Am Anfang verteilt die Postfrau Briefe und äußert so manchen lustigen Spruch. Doch zu der Aufführung gehört noch viel mehr.

Hartha. Das Theaterstück „Die Postfrau“, das am Freitagabend von Schülern des Martin-Luther-Gymnasiums und der Regenbogenschule Döbeln in der Harthaer Stadtkirche, aufgeführt wurde, ist nur ein Ergebnis einer ereignisreichen Woche. Bereits zum neunten Mal arbeiteten Gymnasium und Regenbogenschule beim Projekt „Sozial Genial“ zusammen. Neben dem Theaterprojekt gehörte für die Schüler der 9. Klassen beim Sozialpraktikum ein Kunstprojekt, die pädagogische Unterstützung von Schülern der Regenbogenschule in Döbeln sowie Praktika in verschiedenen Kindereinrichtungen und Pflegeheimen. „Die Schüler werden am Gymnasium auf ein späteres Studium vorbereitet. Genauso wichtig ist es aber auch, soziale Kompetenzen zu entwickeln“, sagte Lehrerin Marion Franzheld, die das Sozialprojekt betreut.

Die Gymnasiasten sind mit Eifer bei der Sache. „Ich habe gelernt, dass man ohne Vorurteile auf die Menschen zugehen sollte“, sagte Sophie Hofmann, die beim Kunstprojekt mit den Regenbogenschülern dabei war. Sie war von der guten Stimmung überrascht, die unter den Schülern herrschte. Jessica May, die beim Zeitungsprojekt an der Förderschule Waldheim mitgewirkt hat, spricht von einer familiären Atmosphäre an der Förderschule. Sie hat gelernt, dass Geduld in manchen Situationen wichtig ist. „Man muss einigen Schülern zum Beispiel beim Lesen mehr Zeit lassen“, sagt sie, und dass sie überrascht war, wie viele Fragen die Schüler gestellt haben.

SZ Döbeln vom 10.11. 2018

Bild André Braun