Harthaer Gymnasiasten gehen auf „Tr-Abitur“

63 Abiturenten feiern mit den Schülern und Lehrern des Martin-Luther-Gymnasiums ihren letzten Schultag. Dabei ziehen sie Palallelen zur DDR-Zeit.

Nach sieben Jahren am Harthaer Martin-Luther-Gymnasium verabschieden sich 63 Jugendliche mit einem unterhaltsamen Programm bei den Schülern, die noch weiterlernen dürfen und bei den Lehrern. Alle haben sich auf den Schulhof versammelt. Eine Bühne und die Technik sind aufgebaut. Noch wirbeln die Abiturienten, die an ihren Leuchtwesten zu erkennen sind, überall herum. Die letzten Vorbereitungen laufen.

Der Auftritt steht unter dem Motto „Tr-Abitur – 12 Jahre warten und trotzdem keine Leistung“. Ob die Leistung bei allen Abiturienten gereicht hat, erfahren sie erst nach ihrem Programm. Dann erhalten sie die Ergebnisse der Prüfungen und ihr Zeugnis für das zweite Halbjahr der zwölften Klasse. Das Abiturzeugnis bekommen die jungen Leute am 15. Juni. Dann ist auch Abiball in der Hartharena.

Doch am sogenannten Chaostag wollen sich die Jugendlichen nicht mit ernsten Themen befassen. Dass sie dann doch nicht ganz so erwachsen sind, zeigt, dass sie noch gern mit Wasserpistolen spielen. Dem Motto entsprechend werden die Tutoren mit einem Trabant abgeholt. „Außerdem ist die geschichtliche Entwicklung der DDR mit unserer schulischen zu vergleichen“, sagte Oskar Schmidt. Er und Valentin Seidl hatten kurzfristig das Programm auf die Beine gestellt. Dabei habe ihnen das gute Grundwissen von Valentin Seidl, der den Leistungskurs Geschichte belegte, in Sachen DDR-Zeit geholfen. Denn auch die Menschen, die in dieser Zeit lebten, mussten erst viel lernen und leiden, bevor sie den Schritt der Selbstbefreiung, für eine neue Zukunft wagten, so die Abiturienten.

DA, 30.05.2024

Das Kultauto der DDR: der Trabant stand im Mittelpunkt der Abschlussveranstaltung der Abiturienten des Martin-Luther-Gymnasiums Hartha.