In der Bibliothek können die Fahrschüler künftig auf den Bus warten. Der DA hat einen Spendenaufruf dafür gestartet.

Von Sylvia Jentzsch

An einem sonst eher stillen Ort im Martin-Luther-Gymnasium war in den letzten Tagen reger Betrieb. Sechs Lehrerinnen rund um Lehrerin und Fachbereichsleiterin für den musisch-künstlerischen Bereich Sandra Völs haben es sich zur Aufgabe gemacht, den Aufenthaltsraum der Bibliothek zu gestalten. Denn für die Räume gibt es einen Plan.
Es werden dringend Aufenthaltsmöglichkeiten benötigt, um Wartezeiten für die Schüler, die mit dem Bus zur Schule kommen, zu überbrücken. Oft warten diese Kinder und Jugendlichen in den zwar schön gestalteten, aber doch sehr offenen Sitzgruppen in den Gängen. Hier stehen ihnen allerdings keine Beschäftigungsmöglichkeiten zur Verfügung. Auch ist ein niedriger Lärmpegel einzuhalten, um den Unterricht der anderen Schüler nicht zu stören. Bei schönem Wetter nutzen die Schüler den Schulhof als Wartebereich. Allerdings fehlen da auch Rückzugsecken.
„Die Sitzecken auf den Gängen im Schulgebäude sind schön, aber für diesen Zweck nicht geeignet“, da sind sich die Eltern, Schüler und Lehrer einig. Auch der Schülerrat beschäftigte sich mit dem Thema Aufenthaltsraum.
Deshalb wurden Alternativen gesucht und gefunden. Im zweiten Obergeschoss des Hauses befindet sich die Bibliothek mit Arbeitsraum. In diesem gibt es drei Arbeitsplätze mit alten Rechnern sowie ausgedientes Mobiliar.
„Unser Plan ist es, die Bibliothek in einen attraktiven Lern- und Aufenthaltsraum zu verwandeln. Das wurde so mit dem Vorstand des Fördervereins besprochen, der das Vorhaben finanziell unterstützt“, sagte Schulleiterin Heike Geißler.
Rund 3.500 Euro werden benötigt, um die beiden Räume zu gestalten und auszustatten. Sandra Völs hat ein Konzept erarbeitet, wie die Räume künftig aussehen sollen. Um die Kosten zu minimieren, haben sich einige Kolleginnen bereit erklärt, die Farbgestaltung selbst übernehmen. „Das finde ich toll“, sagte Heike Geißler. Und so nahmen am Tag vor den Ferien sechs junge Frauen Farbe, Pinsel und Roller in die Hand, um das Projekt zu unterstützen. Die beiden Stirnseiten, die einen kräftigen Anstrich in den Farben der Savanne bekamen, wurden entsprechend der gewünschten zackenförmigen Flächen abgeklebt. Die Frauen hatten sichtlichen Spaß dabei. „Die Helfer kamen von allein. Ich musste nicht einmal jemanden ansprechen. Das hat mich sehr gefreut“, so Sandra Völs. „Wir sind alle Seiteneinsteiger im Malergeschäft“, witzelte eine Kollegin und alle gaben ihr recht. Damit die Frauen recht lange bei der Stange bleiben, hatte die Organisatorin des Einsatzes zur Stärkung extra Kuchen gebacken. So lecker wie der aussah, mussten einfach alle zugreifen.
Die längere Wand erhielt einen zarten Farbanstrich. Sie soll noch gestaltet werden. Sandra Völs denkt dabei an eine Schrift. Nach den Ferien geht es mit dem Einräumen des Zimmers weitergehen.
Dann sollen die bequemen Loungemöbel in den Farben, die zu den beiden Wänden passen, geliefert werden. Etwas bunter wird es bei den Sitzhockern. Überall soll ein mobiles Arbeiten mit Tablets und Laptops möglich sein.
Das Material in den Regalen der Bibliothek wurde ebenfalls aussortiert und erneuert werden. Auch hier sollen attraktive Arbeitsplätze entstehen.
Der Döbelner Anzeiger hatte das Projekt bereits vorgestellt und um Unterstützung geworben. Auch wenn sich die Schulleiterin und der Förderverein um die Finanzierung kümmern, so würden sich die Initiatoren freuen, wenn sich Unternehmen finden, die das Projekt finanziell oder durch Sachspenden unterstützen. Der Aufruf kam an. „Es sind erste Spendengelder beim Förderverein des Gymnasiums eingegangen. Das hatte ich nicht erwartet. Deshalb freue ich mich umso mehr“, so die Schulleiterin.
Die umgestalteten und verschönerten Bibliothekszimmer sollen nicht die einzigen Aufenthaltsräume sein, die den Fahrschülern künftig zur Verfügung stehen.
Während in der Bibliothek eher ein relaxtes Arbeiten und Kommunizieren ermöglicht werden soll, ist ein zweiter Aufenthalts- und Spielebereich im Gespräch. Der wird im Erdgeschoss hinter der Glastür eingerichtet werden. „Hier könnten zum Beispiel ein Tischkicker oder Leseecken entstehen“, sagte Heike Geißler.
Wer das Projekt des Gymnasiums unterstützen will, kann sich beim Förderverein oder der Schulleitung melden. Die Kontaktdaten sind auf der Internetseite www.gymnasium.hartha.de zu finden.

Sandra Völs (Vierte von links) hat das Projekt Aufenthaltsraum für Fahrschüler des Martin-Luther-Gymnasiums in ihre Hände genommen. Mehrere Lehrerinnen wollten bei der Umsetzung dabei sein. Foto: Dietmar Thomas

DA, 03.02.2021


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