Letzter Projekttag am MLG

Heute ist der letzte Tag unserer Projektwoche am MLG und heute beschäftigen wir uns mit den Projekten, die sich um die Umgestaltung des Schulhofs kümmern. Im Anschluss von diesem Beitrag gibt es zudem ein exklusives Interview mit Frau Geißler und anderen Lehrerinnen!

Mit der Hilfe von Frau Dietze und Frau Homann haben die Schüler des Projektes „Graben, grünen, gestalten“ einige Beete aufgefrischt, sowie Vogelhäuser und Windspiele auf gehangen. Zudem haben sie an vielen weiteren tristen Ecken mitgewirkt, um dem Schulhof einen neuen Look zu verschaffen.

„Aus grau mach bunt!“ – das ist das Motto von Frau Schröders und Frau Krußigs Projekt, indem die Schüler aus unseren leblosen Tischtennisplatten einen bunten Hingucker machen.

Doch nicht nur dort kommt Farbe ins Spiel, sondern auch beim Verschönern der Container und beim Gestalten des Basketballfeldes. Bei diesem Projekt werden Frau Völs und Frau Schütze tatkräftig von dem Elfer-Kunstkurs unterstützt. 

Trotz des schlechten Wetters waren auch heute nochmal alle enthusiastisch dabei ihre Projekte zu beenden. Damit neigt sich auch der letzte Tag unserer Projektwoche dem Ende.

Euer Medienteam

 

EXKLUSIV: Das Interview mit Frau Geißler, Frau Völs und Frau Gerhardt

Wir haben Frau Geißler, die Schulleiterin vom MLG, Frau Völs, Kunst- und WIA-Lehrerin, und Frau Gerhardt, Biologie- und Chemielehrerin und mit Frau Völs Hauptleiterin des Projekts „Schulhof Träume“, befragt.

Es begann damit, dass Frau Völs und Frau Gerhardt an einer Weiterbildung teilnahmen, wo sie die Idee zur Schulhofumgestaltung entwickelten. Bereits damals wurde der Schulhof teilweise umgestaltet, was sich als Erfolg herausstellte: Das MLG belegte den ersten Platz bei einem Schulhof-Wettbewerb in Sachsen, wodurch die Finanzierung der weiteren Schulhofumgestaltung gesichert war.

Ein gemeinsames Ziel aller Beteiligten ist es, die Schüler nach draußen zu bringen. Frau Völs und Frau Geißler betonen die Bedeutung von Wertschätzung, Eigeninitiative und eigenen Ideen sowie die Gemeinschaft und den Bezug zur Natur. Der größte Konkurrent des Draußenseins ist natürlich das Smartphone. Auch hierzu haben wir die Lehrer befragt und überraschende Antworten erhalten.

„Ich finde, dass bereits mehr Schüler nach draußen gehen“, sagt nicht nur Frau Völs, sondern auch Frau Gerhardt. Besonders die jüngeren Schüler sind sehr an der Hängematte interessiert. „Ich höre die Kinder immer 'Hängematte!' rufen“, erzählt Frau Gerhardt. Gemeinsam nutzen die Schüler die Hängematte. Frau Gerhardt wünscht sich zudem, dass das Rausgehen in den großen Pausen bis zur zehnten Klasse verpflichtend wird.

Auf die Frage nach weiteren Ideen gibt es verschiedene Antworten. „Schule muss sich immer weiterentwickeln“, sagt Frau Geißler und äußert den Wunsch, die Fenster so umzugestalten, dass man sie mehr öffnen kann. Weitere Ideen umfassen mehr Sitzgelegenheiten, eine Umgestaltung der Fahrradständer und eine Liegebank für den Schulhof.

Die Sanierung wird folgendermaßen ermöglicht: Im LTK-Unterricht kümmert sich das Team um die Sanierung. Auch über ein Ganztagsangebot wurde nachgedacht. Frau Gerhardt sieht eine Möglichkeit, den Schulhof in den Biologieunterricht einzubeziehen. Frau Völs erwähnt, dass in der nächsten Schülerratssitzung weitere Ideen für die Schulhofumgestaltung besprochen werden sollen.

Wir haben die Lehrer auch gefragt, ob die Umgestaltung die Attraktivität für potenzielle neue Schüler und Lehrer steigern könnte. Sie sehen dies als Möglichkeit. Es gab bereits Versuche, das Projekt auf der Schulmesse in Leipzig vorzustellen. Zudem fördern die gewonnenen Preise die Attraktivität. Frau Völs meint, dass ein besserer Schulhof die Schüler anziehen kann, während Frau Geißler betont, dass das gemeinsame Arbeiten von Lehrern und Schülern als Team für Lehrer attraktiv sein kann.

Bevor wir Frau Geißler, Frau Völs und Frau Gerhardt mit komplexen Fragen konfrontierten, fragten wir sie, was ihr Lieblingsaspekt der Schulhofumgestaltung ist. Frau Geißler gefällt die Atmosphäre und die neuen Farben. „Ich finde alles toll, was hier geschieht“, sagt Frau Gerhardt und betont, wie schön die Pfadwege sind. Sie war überrascht über den Fortschritt, als sie von einer Klassenfahrt zurückkam. Frau Völs schätzt besonders die Wohlfühloase, die einen Kontrast zu den aktiveren Bereichen wie den Tischtennisplatten und dem Basketballfeld bildet.

Auf die Frage: „Wie kann die Gestaltung des Schulhofs das soziale Miteinander und die Gemeinschaft innerhalb der Schule fördern?“, betonten Frau Gerhardt und Frau Völs die veränderte Beziehung zwischen Lehrern und Schülern. „Man lernt sich von einer anderen Seite kennen“, sagt Frau Völs, während Frau Gerhardt sich freut, einsatzbereite Schüler zu sehen, die im Unterricht Schwierigkeiten haben, sich zu konzentrieren.

Welche Werte und Ideale sollen in die Gestaltung des Schulhofs einfließen? Frau Völs möchte die Gemeinschaft und Vielfalt fördern. Frau Gerhardt betont, dass der Schulhof „ein Raum sein soll, in dem sich jeder wohlfühlt“.

Auf die Frage nach der Balance zwischen Funktionalität und Ästhetik erzählt Frau Völs von den nachhaltigen Materialien und insektenfreundlichen Blumen. Nachhaltigkeit und Funktionalität waren wichtige Kriterien. Frau Gerhardt spricht die einladende Wirkung des Schulhofs und die Möglichkeit an, den Unterricht nach draußen zu verlegen. Sie erwähnt auch die Idee eines Klettergerüsts, damit die Schüler ausgepowert in den Unterricht kommen und sich besser konzentrieren können.

Nun kommen wir zu unserer letzten Frage: Wie kann ein Schulhof als Ort des Ausgleichs und der Entspannung in einem oft hektischen und leistungsorientierten Schulalltag dienen? Frau Völs spricht von den verschiedenen Möglichkeiten der Kommunikation, des Rückzugs, der Entspannung und der Begegnung. Frau Gerhardt teilt den Schulhof in zwei Aspekte auf: einen Ort der Entspannung und einen Ort des Aktivseins.

Wir danken Frau Geißler, Frau Völs und Frau Gerhardt für die Einblicke und all die Informationen, die sie uns bereitgestellt haben.

Wir sind gespannt auf die weiteren Entwicklungen und freuen uns darauf, den Fortschritt des Projekts „Schulhof Träume“ weiterhin zu verfolgen und darüber zu berichten.

Euer Medienteam