McLuther Clan in Scotland

«Where the sun shines bright on Loch Lomond, where me and my true love were ever wont to gae on

the bonnie, bonnie banks o' Loch Lomond. »

Diese Verse des romantischen Liedes „Loch Lomond" hallten vergangene Woche am Ufer des gleichnamigen Sees im Westen Schottlands wider, als eine motivierte und enthusiastische Gruppe von 35 Schülern des Martin-Luther-Gymnasiums Hartha eben diese zusammen mit ihren ebenso euphorischen Lehrern hingebungsvoll zum Besten gaben.

Doch lange bevor unsere Reise ins idyllische Schottland in diesen emotionalen und kulturellen Höhepunkt am Loch Lomond münden konnte, versammelten sich alle Beteiligten am Samstag, dem 08. September 2018 um 4 Uhr früh in Hartha, um den Reisebus zu beladen, ein letztes Mal „Auf Wiedersehen" zu sagen und in unser Abenteuer, welches eine Woche lang andauern sollte, zu starten.

Unser erstes Ziel war das niederländische Amsterdam, wo wir am späten Nachmittag eintrafen und in dessen Hafen für den ein oder anderen die erste tatsächliche Hürde dieser Reise bereits bereitstand: Das Schiff „King Seaways" - eine Fähre, die uns direkt nach Newcastle in England chauffieren sollte.

Nachdem wir am nächsten Morgen in Newcastle in England von Bord gingen und so mancher froh war, wieder festen Boden unter den Füßen zu haben, bestiegen wir den Bus erneut. Nach einigen interessanten Zwischenstopps, so zum Beispiel am sogenannten „Angel of the North" oder an der Hadrian's Wall, erreichten wir Edinburgh.

Nach einer zweiten Übernachtung in der schottischen Hauptstadt, in der wir unseren Lehrer Herrn Marggraf um Mitternacht mit einem Geburtstagsständchen sanft aus dem Schlaf trillerten, begab sich unsere Reisegruppe weiter in Richtung Norden, nach Inverness. Doch die einzige und somit auch die größte Enttäuschung unserer Reise ließ nicht lange auf sich warten, als wir am nächsten Tag voll kindlicher Vorfreude am Ufer des nahegelegenen Loch Ness ankamen. Denn leider bekamen wir das berühmt berüchtigte Seeungeheuer „Nessie" nicht zu Gesicht und mussten so mit unerfüllten Erwartungen die Weiterreise antreten.

Über die geschlängelten Straßen der schottischen Highlands bahnte sich unser Reisebus seinen Weg an die Westküste in die Stadt Oban. Vor der Kulisse des schäumenden Meeres schlugen wir uns mit jeder Menge selbstgekochter Spaghetti die Bäuche voll, die eine Gruppe zuvorkommender Schüler für alle zubereitete, und traten unsere erste und einzige Probe vor unserem großen Auftritt an. Denn als nächstes Reiseziel stand die Stadt Glasgow auf dem Programm und der Weg dorthin führte direkt am Loch Lomond vorbei, an dessen Ufer wir das ihm gewidmete und gleichnamige Lied „performten". Ein jeder von uns machte dabei so viel Gebrauch von seiner musikalischen Begabung wie nur irgend möglich. Nach diesem Höhepunkt und einer Übernachtung in Glasgow begaben wir uns zurück nach Newcastle. Diesmal reisten wir mit der Fähre „Princess Seaways", auf der wir einen letzten fröhlichen Abend auf der Tanzfläche an Deck verbrachten, zurück auf europäisches Festland.

Obwohl sowohl Schüler, Lehrer als auch Betreuer sicherlich erleichtert darüber waren, nicht mehr in schaukelnden oder schwankenden Fahrzeugen unterwegs sein zu müssen, fiel der Abschied dennoch schwer, als wir am 15. September gegen 20 Uhr wieder im sächsischen Hartha eintrafen. Trotz einiger Strapazen und Hindernisse, die eine solche Reise mit sich bringt, gestalteten alle Beteiligten diesen Bildungsausflug sowohl unterhaltsam, als auch informativ. Ganz besonders waren dafür natürlich unsere Englischlehrer Frau Romy Hartmann, Frau Anja Krußig und Herr Dirk Marggraf verantwortlich, von denen besonders letzterer stets darum bemüht war, unseren Wissensdurst mit immer neuen imposanten Zwischenstopps und aufschlussreichen Informationen zu stillen. Ihnen und auch unserem Busfahrer Dietmar, der uns sicher und ohne Komplikationen mit seinem Bus begleitete, und dem Vater einer Schülerin, der sich zum Mitreisen bereiterklärte, gilt unser größter Dank für diese wunderschöne Kursfahrt, die uns sicher noch lange in Erinnerung bleiben wird.

von Johanna Schmidt, 21.09.2018