Mit Yoga, Kurzschwert oder Akkordeon durch die letzten Schultage Projekttage bringen Schüler am Harthaer Martin-Luther-Gymnasium vor Ferienstart in Bewegung

Der letzte Schultag rückt näher: Während sich die Abiturienten mitunter schon in den Urlaub verabschiedet haben und die Elftklässler im Prüfungsmanagement stecken, obliegt es traditionell den Zehntklässlern am Martin-Luther-Gymnasium den Schuljahresausklang zu gestalten. Seit Montag laufen die Projekttage für die Klassen bis zu ihrer Klassenstufe. „Die Zehnten hängen da mit ihrem Herzen dran“, erzählt Lehrerin Gabriela Oettrich, die der Mediengruppe beim Planen ihrer Einsätze zur Seite steht. Deren Powerpoint-Präsentationen flimmern bereits über Bildschirme und sollen auch auf dem Schulball am Donnerstag laufen. Sie dokumentieren die Fortschritte in den Gruppen. 35 davon haben die zehnten Klassen organisiert, allesamt stehen sie unter dem Motto „... und sie bewegt sich doch!“ Das haben sich die Schüler beim Gelehrten Galileo Galilei entliehen und weitergedacht: „Wir bewegen uns – im Sport, in der Natur, in kreativen Bereichen, in anderen Zeiten und Welten“, erklärt Oettrich. Und so sind die einen in der Hartharena und probieren Parcours aus, andere wandern, während auf dem Schulhof kleine Gladiatoren ihre selbstgebauten Kurzschwerte kreuzen. Modelleisenbahnen rattern, während es im Schulhaus nach den Eierkuchen duftet.

Zugleich gibt es auch Projektgruppen, die sich dem widmen, was die Schüler bewegt. Das reicht von der Politik, über Erste Hilfe bis hin zu Meditation und Yoga-Übungen. Im Raum von Katja Hoffmann wird derweil Upcycling betrieben. Ausgediente Alltagsgegenstände werden dabei einem neuen Zweck zugeführt. So hat der 12-jährige Julius Flaschen seitlich aufgeschnitten: „Farbe ’drauf, Erde rein, ausgesät und fertig ist ein mobiler Kressegarten!“, sagt er grinsend. Im Nebenraum arbeitet Cornelius Hackbeil mit den Jugendlichen derweil an einer Schulhymne: „Der zweite Part ist schon eingespielt“, sagt er bei einer Stichprobe. Im Text durchleben wiederkehrende Charaktere wie Streberin und Klassenclown einen Schuljahresverlauf.

Erst im neuen Schuljahr wird sich entscheiden, was Stefan Schneider mit seinen Schülern gezimmert hat. Mit Unterstützung Zimmerei Haft und RHG Baustoffe haben sie eine Holzhütte gebaut.

Klara, Heidi, Lea und Leonie (links nach rechts) komponierten mit an der Schulhymne für das Martin-Luther-Gymnasium. Foto: Manuel Niemann

Döbelner Allgemeine Zeitung, 28.06.2018