Sieben Schulen,100 Teams auf Soccer-Tour in Hartha

Backfisch, FC Bananensaft, Bratwurst, Die wilden Hühner – die Schüler des Altkreises waren kreativ als es darum ging, ihren Teams einen soliden Kampfnamen zu geben. Den brauchten sie für das Fairplay-Soccer-Turnier, eine Veranstaltung der deutschen Soccer-Liga, die von der Sparkasse unterstützt wird. Der Spieltag in der Hartharena war der zehnte von insgesamt 45. Das Jugendsozialprojekt tourt durch sechs Bundesländer. Schon am frühen Vormittag begann der Wettkampf turbulent. Ein Junge brach sich bei vollem Einsatz den Arm. Trotz sportlicher Höchstleistungen eine Seltenheit, wie Dirk Montag, Koordinator der Veranstaltung, versichert. „Das ist die erste schwerere Verletzung, die wir seit langem hatten.“ Auch wenn er da schon längst in ärztlicher Behandlung war, machten die anderen Sportler bei der Siegerehrung der unter 14-Jährigen solidarisch noch einmal Lärm für den Pechvogel. Später stimmten alle nach und nach in ein Klatschkonzert ein – „We will rock you“ brachte den Hallenboden zum Beben. Ab dem Mittag übernahmen dann die älteren Schüler in der Halle. Insgesamt kamen sieben Schulen aus dem Altkreis zusammen, über 100 Teams. „Auf jeden Fall ein Rekord für Hartha“, freut sich Montag. Während in der Hartharena auf vier Feldern geschwitzt und getrickst wurde, liefen nebenan Workshops. Das Martin-Luther-Gymnasium war wiederholt Partner des sportlichen Aufeinandertreffens. Im Projekt „Fairpay“ beschäftigten sich die Siebten zum Beispiel vier Stunden mit Lohn- und Chancenungleichheiten – Gedanken über Fairness auch abseits der Spielfeldrandes. liep

Draußen schien die Sonne, drinnen regierte der Sportlergeist: Die Fairplay-Soccer-Tour der Sparkasse machte in Hartha Station. Die Sieger ziehen weiter ins Landesfinale in Freiberg am Sonntag. Foto: Sven Bartsch

Döbelner Allgemeine Zeitung, 23.03.2019