Überall regt sich Bildung und Streben: Startschuss der Projektwoche am MLG

Montag - üblicherweise beginnt ein solcher Wochentag mit den gewohnten Plagen eines Schülerlebens: ein vorzeitiges und meist unfreiwilliges Ende der hochgeschätzten Bettruhe, maßlos überfüllte Busse auf den wohl schlechtesten Straßen, die der Freistaat Sachsen zu bieten hat und ein langer Schultag voller grandioser und spannender Bildungsgelegenheiten. Doch in dieser Schulwoche müssen die Schüler sich nicht mit dem Üblichen abmühen, sondern haben jeden Grund zur Freude - abgesehen von dem baldigen Ende des durchauslangen Schuljahres.

Es beginnt an diesem Montag, dem 11.07. 2022, die traditionell durchgeführte Projektwoche am Martin-Luther-Gymnasium in Hartha. Die Projekte werden von der Schule im Zeitraum zwischen Montag und Mittwoch angeboten, während das Schuljahr am Donnerstag mit dem Sommerfest und am Freitag mit der Zeugnisausgabe ausklingt. Nachdem in den vergangenen Jahren dieser Spaß für die Schülerschaft pandemiebedingt ausgeblieben war, haben sich die aktuellen zehnten Klassen ausgiebig ins Zeug gelegt, um den Schülern der Klassenstufe fünf bis neun eine ereignisreiche Woche zu bieten. Betreut von den Lehrern und den Schülern der Jahrgangsstufe zehn, durchreisen die Schüler des MLG in einer Vielfalt von Projekten unter dem Motto “Grenzenlos! Das ist unsere Zukunft” sämtliche Epochen im Sport, der Musik, der Nachhaltigkeit, der Technik und der Kulinarik. Dabei können sich die Schüler in verschiedenen Dingen austesten und so zugleich spielerisch ganz praktische Fähigkeiten für ihre Zukunft erlernen. Da, wo manche Schüler am Montagmorgen im Sportunterricht in der HarthArena Runden gerannt wären, sind nun gleich drei Projekte eingezogen. So erprobt Frau Schruttke mit einer Gruppe von begabten Athleten verschiedene künstlerische Akrobatikformationen. Nebenan erproben sich motivierte Sportenthusiasten unter der Leitung von Herrn Kreutzahler an der Trendsportart Parcours. Dabei erlernen die Schüler kreativ, ihre Umgebung wahrzunehmen, um Hindernisse auf ihrem Weg möglichst schnell und effizient zu erklimmen. Springen, Klettern und Co. sind auf der Tagesordnung. Aber Achtung, dabei ist eine anständige Portion Körperkraft gefragt! Dieser Körperkraft wird im letzten Hallendrittel ein vollständig eigenes Projekt gewidmet. Durch das exzellente Coaching von Herrn Glauch können die Projektteilnehmer sich mit der richtigen Technik an verschiedene Übungen herantasten. Hierbei erlangen die Schüler zudem Wissen über die Arten von Kraft - hier lassen sich für jeden passende Workouts finden. So können die Jugendlichen ihrem Traumkörper als Bodybuilder zumindest etwas näherkommen. Doch um konkrete Erfolge zu sehen, bedarf es Geduld. Auch braucht es Geduld im Offenen Atelier. Die dort sitzenden Künstler sprengen den Rahmen, indem sie auf sehr großen Formaten unter der Obhut von Frau Kahle ihrer künstlerischen Ader freien Lauf lassen. Geduld scheint in diesem Projekt keine Herausforderung zu sein, da hierbei in einem langen und komplizierten Prozess eine Vielzahl meisterhafter Resultate entstehen. Möchte man die künstlerische Ader anderweitig beanspruchen, so könnte man unter der Leitung von Frau Müller und Frau Hoffmann Mosaiks erschaffen. In diesem beinahe meditativen Prozess zertrümmern die Jugendlichen zunächst Fliesen, legen die Bruchstücke in optisch ansprechende Muster und befestigen diese auf Holzspanplatten mittels Zement. Durch diese Metamorphose entsteht zum Beispiel attraktiver Wandschmuck. Versteht man unter Kunst das Schaffen praktischer Gegenstände, bietet die Projektwoche auch hierfür ein passendes Projekt. Auf dem Schulhof können die Jugendlichen unter der Obhut von Herrn Schneider aus dem Holz eines ehemaligen Projektes Nistkästen für die Wildvogelpopulation bauen. Die so entstehenden Brutstätten sollen dabei zukünftig die Bäume des Schulhofes und Harthas zieren. Dort, wo viele Schüler eigentlich ihre Mittagspause verbracht hätten, trainiert aktuell ein weiteres Projekt. Hierbei bieten Herr Windler und der Spezialist für Kampfsport Michael Stubbe aus dem Solemed Leisnig den Schülern einen ausgiebigen und praktischen Exkurs für die Selbstverteidigung. Zunächst trainiert man, wie man mit der korrekten Technik die kräftigste Ohrfeige erzielen kann, wobei in den kommenden Tagen auch der Rest des Körpers aktiviert wird. Nach der Mittagspause stünde normalerweise für viele Schüler der Informatikunterricht an. Aktuell sind jedoch eine breite Vielfalt von Projekten in die Informatikkabinette eingezogen. Im Schnellschreibkurs von Frau Georgi und Herrn Winkler wird intensivst in die Tasten gehackt. Dafür lernen die Projektteilnehmer das Layout von Computertastaturen mithilfe eines ausgeklügelten Programms auswendig, um so die schnellstmögliche Tippgeschwindigkeit zu erreichen. Im Nachbarzimmer erlernen Schüler unter der Obhut von Frau Büttner Tipps und Tricks, um eine optisch gelungene digitale Präsentation anzufertigen. Der Knackpunkt: Es handelt sich nicht nur um trockene Theorie. Nein, vielmehr arbeiten die Schüler dabei zu einem konkreten und äußerst wichtigen Thema, der Nachhaltigkeit an Schulen. Dafür suchen sie im Schulhaus verbesserungswürdige Stellen, dokumentieren diese und werten die Beobachtungen in Präsentationen aus. Auch außerhalb des Schulgeländes regt sich das Schaffen. Auf dem Heimweg durch Hartha besteht weiterhin die Möglichkeit, die Arbeit des Fotoworkshops zu beobachten. Hierbei arbeiten Herr Theiss und Herr Franze (Leiter der Foto-AG) mit den Schülern daran, Lost Places in und um Hartha fotografisch zu dokumentieren. Hierbei lassen sich vielerlei Kenntnisse zu dem Thema Komposition des Kunstunterrichts auf die Landschaftsfotografie übertragen.

Artikel geschrieben von Julius May (10b), Fotografie von Jonas Schröder (10a) und Stefan Froelich (10a)


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