Verantwortungsbewusst mit Essen umgehen

Schüler des Harthaer Gymnasiums beteiligen sich an Projekt für nachhaltige, verlustarme und gesunde Ernährung

Von Olaf Büchel

Hartha. Wie viele Lebensmittel landen in der Schul-Kantine jeden Tag im Abfall? Was ist der Grund und wie lässt sich vermeiden, dass Essen weggeworfen wird?

Antworten auf diese Fragen wollen jetzt die Schülerinnen und Schüler des Martin-Luther-Gymnasiums Hartha im Zuge des neuen, grenzüberschreitenden Projektes „Zukunftswerkstatt Schule“ finden. „Nachhaltige, verlustarme sowie gesunde Ernährung in Deutschland und Tschechien verstehen und umsetzen“ – so der komplette Name des Projektes, das über mehrere Monate läuft und in dem das Harthaer Gymnasium eine von drei Modellschulen ist. Die Sächsische Landesvereinigung für Gesundheitsförderung (SLfG) begleitet dabei die Schüler, Lehrer sowie das Personal von Mensa und Caterer im Hinblick auf einen verantwortungsbewussten Umgang mit Lebensmitteln.

„Ziel des Projektes ist, die Wertschätzung für Lebensmittel zu erhöhen, ein Verständnis für übergeordnete Zusammenhänge einer nachhaltigen und gesunden Ernährung zu gewinnen sowie durch eine stärkere Schülermitwirkung eine gesunde und nachhaltige Schule zu gestalten“, erklärt Projektkoordinatorin Claudia Pfau von der SLfG.

Da gerade die Europäische Nachhaltigkeitswoche ist, gab es gestern am Luther-Gymnasium einen Aktionstag, bei dem die Schüler unter anderem die Lebensmittelabfälle messen konnten. Pfau: „Durch Erhebung der täglich weggeworfenen Speisen soll analysiert werden, welche Menge an Lebensmittelabfällen am Ende eines Versorgungstages entsteht und welche Speisekomponenten besonders häufig weggeschmissen werden.“ Anhand der Ursachenanalyse könnten dann gezielt individuelle Lösungen erarbeitet und Lebensmittelkosten gespart werden. Die Firma Menü 2000 aus Geringswalde, die die Imbiss- und Mittagsversorgung am Gymnasium Hartha sicherstellt, unterstützt das Projekt.

Döbelner Allgemeine Zeitung, 01.06.2018

Um Nachhaltigkeit beim Mittagessen geht es in einem neuen Projekt, bei dem das Martin-Luther-Gymnasium Hartha Modellschule ist. Projektkoordinatorin Claudia Pfau (2.v.r.) von der Sächsischen Landesvereinigung für Gesundheitsförderung begleitet die Schule während des Projektzeitraumes und war gestern selbst vor Ort. Foto: Sven Bartsch