Was eine Tänzerin von Fußballern lernen will

Der Deutsche Fußball-Bund bietet eine Ausbildung zum Junior-Coach an. Das Angebot ist aber nicht nur für künftige Fußballtrainer interessant. Von Frank Korn

Obwohl sich Amalia Lentzsch dem Tanzen verschrieben hat, nutzt die Harthaer Gymnasiastin wie elf weitere Mitschüler die Gelegenheit, sich zum DFB-Juniorcoach ausbilden zu lassen. Anschließend sollen die Teilnehmer in der Lage sein, eigenständig Fußball-Arbeitsgemeinschaften an ihrer eigenen Schule und das Training von Nachwuchsmannschaften in Vereinen zu leiten. Aber sie sollen auch Fähigkeiten erwerben, um in anderen Sportarten Jugendgruppen zu leiten und qualitativ hochwertige Trainingseinheiten durchzuführen. Und genau das letztere Ziel verfolgt Amalia Lentzsch. Die 15-Jährige ist seit fast zehn Jahren Mitglied bei den Tanzperlen des Zschopautales. „Ich helfe jetzt schon bei der Organisation im Verein, will aber mein Wissen auch als Trainerin vermitteln“, sagt die Neuntklässlerin. Die 40-stündige Schulung ist für die Jugendlichen kostenlos, sagt Thomas Pretschner. Er ist Referent beim Sächsischen Fußball- Verband (SFV) und begleitet die zwölf Teilnehmer in Hartha auf dem ersten Stück der Ausbildung zum Trainer. „Das Projekt ist ausdrücklich so angelegt, dass diese 40 Stunden als erster Baustein für die Trainerausbildung auch in anderen Sportarten gelten“, sagt Pretschner. Am Ende der Ausbildung bekommen die Junior- Coaches ein Zertifikat. Wer sich für den Erwerb der C-Lizenz im Fußball interessiere, könne gesonderte und geförderte Lehrgänge nutzen, die der Sächsische Fußball-Verband in den Herbstferien anbietet. Ob die Entwicklung der jungen Nachwuchstrainer später einmal bis zum Amt des Bundestrainers reicht, bleibt aber abzuwarten. Thomas Pretschner, der in seinem Heimatverein in Flöha als Jugendtrainer aktiv ist, geht es darum, den Kindern und Jugendlichen die Begeisterung für den Fußball und den Sport überhaupt zu vermitteln. „Wenn die Kinder, egal in welcher Sportart, gern zum Training kommen, dann haben wir als Betreuer alles richtig gemacht“, so Pretschner.
Die Ausbildung zum DFB-Juniorcoach bezeichnet der Referent durchaus als Erfolgsmodell. „Diese Ausbildung gibt es seit sieben Jahren. Etwa 220 Teilnehmer haben danach weiterführende Lehrgänge bis hin zur Trainer-C-Lizenz besucht“, sagte Pretschner. Auch Valentin Seidl kann sich diesen Weg vorstellen. Der Colditzer spielt selbst beim FC Grimma Fußball, hat als Kind sogar für drei Jahre bei RB Leipzig gespielt. „Wir haben mit unserer B-Jugendmannschaft den Klassenerhalt in der Landesklasse geschafft. Ab der nächsten Saison spiele ich bei den A-Junioren“, so der 16-Jährige. Als Trainer wolle er sein Wissen und seine Erfahrungen gern an eine Mannschaft weitergeben. „Ich will den Spielern meine Idee von einem offensiv ausgerichteten Fußball nahebringen“, so Valentin Seidl. Während der Ausbildung zum Juniorcoach bekommen die Jugendlichen Wissen in verschiedenen Bereichen vermittelt. Neben theoretischen Grundlagen ist die Praxis ein großer Bestandteil. Dabei schlüpfen die Jugendlichen schon in die Rolle des Trainers, indem sie selbst eine kurze Einheit konzipieren und leiten.
Immer wieder fragt Referent Thomas Pretschner im Anschluss an die Übungen, welche Schlüsse die Schüler für sich draus ziehen. Auf dem Lehrplan stehen auch Kenntnisse in Erster Hilfe und rechtliche Grundlagen.

Foto: Valentin Seidl (vorn links) und Amalia Lentzsch haben gemeinsam mit zehn anderen Gymnasiasten einen Lehrgang zum DFB-Juniorcoach abgeschlossen. Dietmar Thomas


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